Welcome to Steven Kump Official Website Maximum Overdrive
ausgereizt
- meine Meinung, vielleicht auch seine, denn immer mal wieder kündigt er
an, das Schreiben an den Nagel zu hängen. Ob Ehemänner ("Shining"),
Hunde ("Cujo"), die eigene Fantasie ("Es"), Maschinen ("The
Mangler") oder Autos ("Christine") - so ziemlich jedes
Lebewesen und jeder halbwegs technisierte Gegenstand bietet die
Möglichkeit, außer Kontrolle zu geraten und ein Chaos hervorzurufen,
welches der liebe Herr aus Maine verarbeiten kann. Mit "Maximum
Overdrive" saß der gute Mann 1986 auch zum ersten Mal hinter der
Kamera und verarbeitete seine Idee aus "Trucks" in einem Drehbuch.
(er hatte
sie nur eher und führte die Katastrophe auf die eigene Spezies zurück):
Der Kampf ums Überleben in einer scheinbar zivilisierten Welt, die von
einem Moment auf den Nächsten zerbricht. Da hören die positiven
Vorüberlegungen für dieses Werk aber schon auf, denn "Rhea M" (so
der deutsche Titel) gibt sich, um es schlicht auszudrücken, ziemlich
dämlich. Dabei scheint King keine Kosten gespart zu haben, um
einen wirklich ordentlich Film abzuliefern, einen Independent-Streifen
(ok, produziert von De Laurentiis), der gute Action-Szenen bietet
und es oft richtig krachen lässt. Was da schon zu Beginn auf der
Autobrücke, die sich plötzlich von selbst öffnet, geschrottet wird,
lässt Vergleiche zu den Zerstörungsorgien der "Blues Brothers"
aufkommen. Dicke Explosionen, ein wenig MG-Geballer, platte Autos, wenn
dann noch AC/DCs "Hells Bells" angestimmt wird, dann kommt Freude
beim Action-Fan auf und der Trucker ergötzt sich an einer Vielzahl von
tief röhrenden Maschinen.
Fähigkeiten
nicht ausreichten, um solche Momente von einer detaillierten
Beschreibung auf den Bildschirm zu bringen. Dort wirkt alles etwas plump
und einfallslos, vielleicht liegt es ja auch an den Darstellern. Die
handeln möglichst dumm und einfältig, man möchte ja doch noch einmal
sehen, wie so eine rollende Lawine mal hier mal da einen weiteren
Erdenmenschen platt walzt, was mitunter richtig schön über den
Kühlergrill suppt. Die meisten der Opfer, welche ersichtlich zu Tode
kommen, haben es aber auch irgendwie verdient. Da wäre die Kellnerin,
die sich angeschwipst nach draußen schleppt und von den Maschinen
verzweifelt nach einer Erklärung verlangt, um Einhalt gebietet,
schließlich wurden sie durch Menschenhand erschaffen und sollten dem
etwas Respekt abzollen. Über den Haufen geballert wird sie vom MG-Caddy,
aber was bitte hat sie erwartet? Schade nur, dass die stets in einem
nicht auszuhaltenden Tonfall kreischende Schnalle nicht innige
Bekanntschaft mit einem 20-Tonner und einer Mauer macht. Lange nicht
mehr zog ein Charakter in meinen Augen derart große Antisympathien auf
sich und
kommt damit davon. Mr. King, war das Kunstblut etwa schon
aufgebraucht?
auch
weiterhin auf die Tankstelle und die eingekesselten Kunden beschränkt.
Natürlich hätte man mit dem Kriegsarsenal im Waffenkeller dem ganzen
Schrotthaufen da draußen zeigen können, wer am längeren Hebel sitzt, man
tut es aber einfach nicht. Zumindest Emilio Estevez rettet die
Geschichte an einigen Stellen, obwohl seine Darstellung nicht unbedingt
gut ist (daher auch die Nominierung für den Razzie als schlechtester
Darsteller), aber immer noch besser als der Rest des Cast. Leider werden
ihm als Frauen- und Actionheld Klischees zu Teil, die die 90 Minuten
Film etwas in die Länge ziehen. Er schwächelt mal ein wenig, kommt aber
relativ ungeschoren davon und verbreitet Langeweile, ein sehr schwacher
Held sogar. Selbst der Spielzeugtrack mit der frechen Goblin auf der
Front hat am Ende eins drauf bekommen. Alle jubeln, nur der Zuschauer
nicht.
leichte
Artefakte, aber wirklich nur beim genauen Hinsehen.






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